
Ein Hauch von Geschichte liegt in der Luft, wenn die Rolling Pin Convention 2025 in Düsseldorf ihre Tore öffnet. Dieses Treffen ist mehr als nur ein Branchen-Event – es ist ein lebendiger Dialog zwischen kulinarischer Tradition und moderner Innovation, ein Schmelztiegel, der die Vergangenheit unserer Esskulturen ebenso ehrt wie die Zukunft gestaltet. Inmitten von Innovationen und experimenteller Küche offenbart sich eine Bühne voller Geschichten, die längst vergangene Zeiten lebendig machen und zeigen, wie tief verwurzelt unser heutiges Kochen in der Geschichte ist. Für mich als Forscher und Berater bietet die Veranstaltung eine exzellente Gelegenheit, die Verbindung von Archäologie, Kulturgeschichte und zeitgenössischer Praxis zu erkunden und inspirierende Impulse für meine Arbeit zu gewinnen.
So wie Archäologie die Überreste der Vergangenheit liebevoll seziert, zeigt die Rolling Pin Convention auf beeindruckende Weise, wie sich Esskulturen über Jahrtausende entfaltet haben und heute neu interpretiert werden – von der österreichischen Klassik bis zu mediterranen Spezialitäten und globalen Nachhaltigkeitsthemen. Dieser Kongress ist für mich ein lebendiges Archiv kulinarischer Erinnerungen und ein pulsierender Marktplatz aktueller kulinarischer Visionen.
Ein Forum für kulinarische Pioniere und Traditionsbewahrer
Die Rolling Pin Convention entfaltet sich in Düsseldorf mit einer faszinierenden Programmstruktur, die weit über das übliche Messegeschehen hinausreicht. Über zwei spannende Tage erstrecken sich zahlreiche Bühnen, auf denen gleichzeitig Masterclasses, Podiumsdiskussionen, Kochdemonstrationen und Tastings stattfinden. Ein pulsierendes Netzwerk aus Spitzenköchen, Produzenten, Food-Tech-Experten und Forschern trifft hier aufeinander, um ihr Wissen zu teilen und voneinander zu lernen.
Die Hauptbühnen bestechen durch die Anwesenheit von internationalen Koryphäen wie René Redzepi, Massimo Bottura und Heinz Reitbauer. Doch ebenso inspirierend sind die spezialisierten Side-Stages, die etwa sensorische Innovationen, die pflanzenbasierte Küche oder nachhaltige Gastronomie in den Fokus rücken. Die Interaktivität – etwa Fragen an die Speaker, Workshops zum Mitmachen oder sensorische Verkostungen – macht die Event-Erfahrung lebendig und praxisnah. Für mich ist das Zusammenspiel von Tradition und Innovation ein besonders spannendes Element dieses Formats: So gelingt nicht nur die Vermittlung historischen Wissens, sondern auch die anregende Diskussion um den Wandel der Esskultur.
Heinz Reitbauers Vortrag etwa schärft den Blick für die historische Verwurzelung österreichischer Küche, die er als dynamischen Entwicklungsprozess begreift. Er liefert damit nicht einfach einen nostalgischen Rückblick, sondern zieht anregende Parallelen zur nachhaltigen Küche von heute – eine Perspektive, die ich sehr schätze, weil sie Tradition und Zukunftsinvestitionen miteinander verbindet.
Stimmen, die Geschichten erzählen
Das Herz der Convention sind die vielen internationalen und nationalen Speaker, die mit ihrer Leidenschaft für Kulinarik jede Session zum Erlebnis machen. Inspirierende Persönlichkeiten wie Tim Raue oder Gennaro Contaldo verkörpern die lebendige Verbindung von Foodways, persönlichen Geschichten und kulinarischem Erbe. Diese Stimmen zeigen eindrucksvoll, wie Frauen und Männer der Gegenwart Geschmack und Geschichte verschmelzen lassen.
Die Keynotes bilden somit auch eine Brücke zwischen der akademischen Food-History-Perspektive und dem praktischen Kochen – ein Feld, das ich als Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Praxis immer wieder faszinierend finde. In den Masterclasses wird dann deutlich, wie archäologisch erforschte Kochtechniken wie Fermentation heute inspirierend genutzt werden, um traditionelle Methoden durch moderne Interpretationen lebendig zu halten. Für mich sind diese Berührungspunkte zwischen Theorie und Praxis essenziell und geben vielfältige Anknüpfungspunkte für meine Beratung und Blogthemen.
Die Expo – ein multisensorisches Labor der Kulinarik
Die großen Hallen der Expo sind kein bloßer Ausstellungsraum, sondern entfalten sich als wahrhaft multisensorisches Erlebnislabor. Jede Ecke bietet Gelegenheit, Produkte nicht nur zu sehen, sondern mit allen Sinnen zu erforschen: riechen, schmecken, fühlen, hören. Für mich öffnet sich hier ein lebendiges Experimentierfeld, das alte Traditionen produktgenau greifbar macht.
Die Aussteller präsentieren ein breites Spektrum handwerklicher und technologisch innovativer Produkte und Projekte. Nachhaltige Konzepte, pflanzliche Innovationen und smarte Technologien schaffen eine faszinierende Kulinariklandschaft jenseits der bloßen Verkaufsfläche. Zudem sind es regionale Spezialitäten wie die kalabrische Bergamotte oder die „’Nduja“, deren Herkunft und Geschichte ich besonders spannend finde. So zeigt sich die wandelbare Esskultur als Kontinuum von jahrhundertealten Traditionen bis hin zu Zukunftsvisionen.
Foodways in der Gegenwart – Geschichte, die schmeckt
Die Präsenz von Foodways und historischen Themen ist auf der Rolling Pin Convention kein Nebenschauplatz, sondern ein integraler Bestandteil des Programms. Die Sessions beschäftigen sich mit der Geschichte von Gerichten und Zutaten, regionalen Esskulturen und darüber, wie diese heute neu interpretiert und in nachhaltige Küchenkonzepte eingebunden werden.
Als Archäologe und Koc finde ich hier die idealen Voraussetzungen, um Geschichte praktisch zu vermitteln. Vom neuinterpretierten Waldorfsalat (Tim Raue) bis zur pflanzenbasierten Küche als Ausdruck eines neuen Essensbewusstseins – diese vielfältigen Beispiele zeigen, wie Geschichte lebendig bleibt und Inspiration bietet. Für meinen Blog sind solche Verknüpfungen von Theorie und gelebter Praxis Gold wert – sie machen Geschichte erfahrbar und regen zum für mich schönsten Prozess an: dem Weiterdenken.
Auf der Suche nach neuen Geschmackswelten – Innovationen und mutige Debatten
Die Convention ist auch Ort kontroverser, mutiger Debatten. Themen wie „Mut zur Kompromisslosigkeit“ oder der Einfluss von Systemgastronomie auf kreative Freiräume gewähren spannende Einblicke in aktuelle Herausforderungen. Gleichzeitig setzen innovative Impulse in den Bereichen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Food-Tech neue Maßstäbe.
Hier vermischen sich Diskurse über soziale Verantwortung und geschmackliche Innovationen. Für mich ist es faszinierend zu sehen, wie Nachhaltigkeit eng mit Food Heritage verknüpft wird: Alte Nutzpflanzen oder traditionelle Fermentation erhalten dadurch gleichermaßen kulturelle wie ökologische Bedeutung. Diese dichte Themendynamik liefert für die kulinarische Geschichte zahlreiche Facetten zum Vertiefen und Reflektieren.
Begegnungen, die bleiben – das soziale Netzwerk kulinarischer Weltbürger
Neben dem intensiven Programm sind es vor allem die Begegnungen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die bewusst inszenierten Netzwerkformate schaffen Räume, in denen Gespräche entstehen, Ideen ausgetauscht werden und Partnerschaften wachsen. Besonders die legendäre Aftershowparty lockert das Umfeld auf und verbindet Menschen jenseits der Bühne.
Diese Momente sind aus meiner Sicht genauso wichtig wie die offiziellen Sessions, denn Gastronomie lebt von lebendigen Beziehungen. Gerade in meiner Beratungsarbeit bieten solche Kontakte essenzielle Impulse, die weit über das Event hinaus wirken. Es zeigt sich, wie eng kulinarische Kultur und Gemeinschaft verknüpft sind – vielleicht das eigentliche Rezept für nachhaltige Innovation.
Kulinarische Regionen und ihre lebendige Geschichte
Der Fokus auf internationale Partner und kulinarische Regionen macht die Rolling Pin Convention in diesem Jahr besonders reich. Mit Kalabrien als offizieller Partnerregion wird ein wunderbares Beispiel geliefert, wie am Puls der Zeit jahrtausendealte Traditionen durchgelebt und weitergedacht werden.
Die Präsenz kalabrischer Produzenten, vom würzigen ’Nduja bis zur Bergamotte, ist für mich eine Fundgrube an Inspiration, die kulinarische Geschichte greifbar macht. Diese Region zeigt, wie eng sich geografische Identitäten, kulinarische Praktiken und wirtschaftliche Verantwortung verflechten. Für meine Arbeit sind solche regionalen Narrative unverzichtbar, um Tradition und Moderne zu vermitteln.
Der Zugang zur Welt der Rolling Pin – professionelle Rahmenbedingungen
Die Teilnahmebedingungen sind klar: Fachbesucher aus Gastronomie und Hotellerie sind eingeladen, das Event als professionelle Plattform zu nutzen. Die personalisierte Akkreditierung gewährleistet, dass das Niveau der Begegnungen hoch bleibt. Für Food-Blogger und Medien gibt es spezielle Vergabemöglichkeiten, um authentisch und professionell in diesen inspirierenden Kreis einzutauchen.
Der Veranstaltungsort ist gut erreichbar, und das gesamte Event ist präzise organisiert, um eine Atmosphäre zu schaffen, in der Lernen, Netzwerken und Feiern Hand in Hand gehen. Für mich sind diese Rahmenbedingungen wichtig, um fokussiert bei der Sache zu sein und tief in die Themen einzutauchen.
Die Rolling Pin Convention 2025 ist für mich nicht nur ein Branchentreffen, sondern ein lebendiger Ort, an dem kulinarische Geschichte Kopf steht und neu erzählt wird. Sie verbindet mein Interesse an archäologischen und kulturhistorischen Fragestellungen mit der Spannung moderner Küche. Hier lasse ich mich inspirieren, knüpfe Kontakte und finde neue Perspektiven, die ich gerne teile – mit Fachkollegen, Köchen und kulinarisch Neugierigen gleichermaßen.
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Foto: Originalbild generiert von einer KI mit Perplexity AI, September 2025